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16.02.2022

5 Gründe den Brief nicht abzuschicken! Akzeptanz ist das Schlüsselwort!

Anna und ich treffen uns auf einen Kaffee. Im Wald. An einer Wasserstelle. Sie hat mich angerufen. Sie muss raus. Sie muss reden.

Spaziergang. 
Anna wirkt auf mich müde und leer. Ich frage sie, was los ist. 

Sie sagt mir, dass sie einen Brief an ihre Ex-Liebe geschrieben hat. Ich weiß jetzt, dass sie ihre Freundin zum Zuhören braucht. Denn Gespräche die nur im Kopf statt finden und nie wirklich laut ausgesprochen, werden irgendwann unangenehm und drehen sich im Kreis.




Wir sitzen auf der Parkbank mit dem Thermobecher mit heißem Kaffee in der Hand. 
Die Luft ist frisch und klärt den Kopf. 
Anna möchte reden. Sie ringt mit ihren Gefühlen.

Anna:
"Danke, dass du mir zuhören wirst. Es geht um diesen Brief an ihn. Der Entschluss ist gefallen. Das Kuriose ist, dass mir durch diesen Brief einfach so vieles klar geworden ist. Deswegen brauche ich dich jetzt gerade heute zum Reden.

Ich habe überlegt, ob ich den Brief abschicken soll. Das ist manchmal so strange, ich schreibe und schreibe und ich frage mich, wird es überhaupt was ändern. Und ja, es ändert beim Schreiben schon eine ganze Menge.

Wieder einmal bin ich diejenige, die alles aufarbeiten und nichts unter den Teppich kehren will. Das Bedürfnis nach Klärung ist groß. Doch kann ich nicht mit ihm reden. Ich würde mir wünschen, ihn direkt anzurufen. Kann ich nicht. Schaffe ich nicht. Einfach seine Stimme zu hören. Dann die Frage: Würde es wirklich etwas ändern?

Ich habe immer und immer wieder versucht ihm zu erklären, wie es mir geht. Natürlich alles in diesem Brief. Ich habe geweint beim Schreiben, ich habe seine und meine Zeit nochmal so heftig und intensiv gefühlt. Ich weiß, dass er mich nicht versteht. Denn er versteht sich meistens nur selbst und hat enorme Angst."

Maria: "Was ist mit dem Brief? Hast du ihn zu Ende geschrieben? Was ich nicht verstehe, wieso hat er Angst?"

Anna: "Ja das habe ich. Er liegt in meiner ersten Schublade vom Schreibtisch. Weißt du, wir hatten vor ca. 5 Monate einen letzten Chat, noch nicht mal ein persönliches Gespräch. Er sieht es gar nicht ein, warum ich eine Entschuldigung von ihm fordere. Er hat Angst und setzt sich ungern mit Sachen auseinander. Das hat er mir immer zum Vorwurf gemacht, dass ich Sachen quasi verarbeitet haben will."

Maria: "Oh Ok. Ihr habt gar nicht persönlich miteinander gesprochen?"

Anna: "Nein. Wir hatten kurz wieder geschrieben, dass wir uns treffen wollten. Wobei wir vorher schon wieder sporadisch Kontakt hatten. Ich hatte das Gefühl, dass soviel ungesagtes, ungefühltes zwischen uns steht. Das Vertrauen war echt kaputt. Ich wollte ihm sagen, was alles noch so ans Licht gekommen ist. Er vertraut mir nicht und ich ihm erst recht nicht. Ich denke, er wollte nur noch mal sexuellen Kontakt! Ich dachte, er hätte sich geändert. Er sagte mir, die Zeit mit mir sei Premium. Er hat so vieles gesagt und nichts getan. Was sollte ich ihm denn noch glauben, wenn die Lügen immer wieder ans Licht kamen."

Anna atmet tief ein und dann etwas länger über den Mund aus.  

Anna: "Das hat mich so geärgert." Sie ballte ihre Hände zu Fäusten.
"Am meisten hab ich mich über mich selbst geärgert, weil ich doch wirklich geglaubt hätte, ich würde ihm was bedeuten und er hätte gemerkt, warum ich alles gesagt und geschrieben hatte, was mich bewegte und ich auch so zu ihm war und ihn genauso behandelt hatte. Ich war an seiner Seite immer 150% Loyal." 

Maria: "Und jetzt willst du ihm noch mal schreiben bzw. hast du diesen Brief geschrieben? Hab ich das richtig verstanden?"

Anna: "Ja, ich habe diesen Brief nochmal geschrieben. Ich hatte das Gefühl, diese Wörter müssen aus meinem Kopf heraus. Er war illoyal. Er hat gelogen und mich betrogen. Mich hinters Licht geführt. Er hat viele Leute manipuliert. Und ich fragte mich, was war wirklich real und echt? Wieviel Schauspiel habe ich mir angeschaut? Natürlich habe ich  mir selbst auch die Schuld gegeben, weil ich es vielleicht nicht sehen wollte oder auch evtl. hinters Licht geführt werden wollte."

Tränen kullern aus ihren hübschen grünen Augen und sie blickt geradeaus auf das Wasser.

Maria: "Was ist dein Gefühl gerade zu ihm?"

Anna: "Ich weiß, ich bin bescheuert. Wie kann man so einen Mann lieben, der für einen so schädlich und unehrlich ist. Der Angst vor sich selbst hat und und alles verdrängt, was schlechte Gefühle macht. Ich vermisse ihn oft. Manchmal träume ich so intensiv von ihm, dann bin ich traurig. Ich habe es damals nicht verstanden, dass er mir so weh getan und sich so verstellt hat. Manchmal glaube ich auch, ich wollte ihn nicht anders oder sollte ihn nie anders sehen.."

Ich atme tief ein und wieder aus. Der warme Atem dampft in der Kälte und leichter Kaffeegeruch mischt sich mit rein. Ich denke an diesen Brief von Anna und frage sie dann: "Was ist der konkrete Grund, warum du diesen Brief nicht abschicken wirst?"

Anna: "Weißt Du, vor ein paar Monaten war ich noch wirklich wütend. So richtig wütend. Ich glaube, das hat ihm Angst oder Unbehagen gemacht, weil er mich nicht mehr so einschätzen oder gar manipulieren konnte. Ich war wirklich sauer und so tief verletzt darüber, dass er sich nicht mal in der Schuld sah. Wie er mich für sich genutzt hatte und ständig immer nur die Vorteile überall holte.

Ich wollte mich auch entschuldigen. Denn wir beide waren nicht immer fein. Denn einer ist es nicht immer allein, weißt Du? ... Ehrlich gesagt, war ich so enttäuscht und traurig darüber, wie scheisse er wirklich sich mir gegenüber verhalten hat. Wir haben uns nur noch misstraut. Er mir nie ein Wort gegönnt und ist immer "weggelaufen". Wobei er der Mann war, wo ich das Gefühl am Anfang von Sicherheit hatte, er konnte mich so nehmen wie ich bin und wir waren mehr als ehrlich miteinander. Doch dann kam der Punkt, wo er sich innerlich zurück zog, nicht mehr offen, so abgrundtief misstrauisch, er knallhart log und unehrlich war. Dann denke ich, was war mein Beitrag? Womit habe ich ihn verletzt? Was war der Grund für sein Misstrauen?".

Anna schaut runter auf den Boden und räuspert sich: "Weißt Maria, diesen Mann hab ich genauso geliebt, wie er am Anfang war. Ich hab ihn immer verteidigt und habe dieses besondere in ihm gesehen. Wir haben sogar ein Blatt Papier (so eine Art "Gelöbnis")geteilt und haben uns damals gesagt, wenn der eine den anderen braucht oder irgendwas passiert, ist der andere für ihn da. Dieses Blatt Papier habe ich  im Dezember verbrannt, weil er durch seine Taten meine Seele verbrannt hat."


Maria: "Mhhh."
Ich schlucke ein wenig und lasse Annas Worte auf mich wirken.
Ich spüre diese schwere Traurigkeit, Enttäuschung und doch diese Sehnsucht von Anna.

Anna: "Er hat mir immer gesagt, dass die Suche für mich nach einem Partner an meiner Seite vorbei ist, weil wir beide so gut zusammen passen und wir uns gefunden haben. Leere Versprechungen! Durch seine ganzen Lügen und das er selbst nie wirklich frei war von allem, konnte ich es ihm nicht mehr glauben und bin wieder auf die Suche für mich gegangen."

Maria: "Was hast du auf deiner Suche gefunden?"

Anna lächelt ein wenig. Der Blick ist weiterhin leer und traurig. 
Anna: "Ich glaube, ich habe mich gefunden. Er hat mir gezeigt, was mir wichtig ist und was für ein Mensch ich bin. Dafür bin ich ihm schon dankbar. Andere Männer hatten und haben derzeit keinen Platz und das meine liebe Maria, war und ist unfair von mir. Also bin ich auch unfrei!"

Maria: "Das hört sich schön an. Es berührt mich und zeigt wie sehr du dich gefunden und reflektiert hast. Doch du hast den Brief geschrieben und schickst ihn nicht ab."

Anna: 
"1. Die Entschuldigung fehlt. 
Er hat sich nie entschuldigt und auch dieser Brief, wäre einfach wieder mal eine Aufforderung an ihn, dass er sich entschuldigt! Ich muss es akzeptieren. Schicke ich diesen Brief nicht ab, ist es meine Akzeptanz.

2. Ich fühle, dass sich durch diesen Brief nichts ändern wird. Rein gar nichts! Akzeptanz der Situation.

3. Mir hat das Schreiben geholfen, meine Gedanken und Gefühle zu sortieren. Mit dem kann er nichts mehr anfangen. Akzeptanz des IST-Zustands.

4. Alles kommt so wie es kommen soll. Er hat sein Leben und ich habe mein Leben. Akzeptanz meines Werdeganges im Bereich der Liebe.

5. Ich werde immer versuchen, das Beste aus dem Ganzen zu ziehen und meine Erfahrungen zu verstehen. Die große Akzeptanz aller Gründe."

Maria: "Das sind 5 berechtigte Gründe und ein großer Schritt in eine für dich sich gutanfühlende Richtung."

Anna: "Ich danke Dir, das alles noch mal laut auszusprechen und zu wissen, dass mich jemand hört. Es gibt mir das Gefühl, alles noch mal von außen zu sehen und vor allem auch anders zu fühlen."
 
Ich nehme Anna in den Arm und drücke Sie mal fest. Sie drückt mich zurück. Ich lehne mich auf der Bank zurück und gucke sie an.

Maria: "Ich bin stolz auf dich. So ehrlich mit sich selbst zu sein und zu sehen, was die Erfahrungen einem gebracht haben. Eine Frage habe ich aber noch. Liebst du ihn?"

Anna atmet tief ein und schaut mich mit Tränen in den Augen an.

Anna: "Maria, er wird immer einen Platz in meinem Herzen haben und ich glaube auch, ich kann erst mal keinem Mann einen Platz in meinem Herzen anbieten. Das wird solange sein, bis es vollständig geheilt ist. Diese große und feste Kruste vom Herzen muss irgendwann abfallen."


Anna und ich stehen auf und gehen in Richtung nach Hause. 

Wieder ein Tag mit mehr Selbsterkenntnis und warum aufschreiben manchmal einfach nur hilft sich selbst zu strukturieren, sich selbst und andere zu akzeptieren wie sie sind und zu sehen, wofür man dankbar ist sowie welche Gefühle immer ins uns schlummern werden.




20.06.2019

So merkst du, ob du wirklich Liebe empfindest



Unverhofft kommt oft und wenn du dich manchmal fragst, warum gerade DU alles durchmachen musst, würde ich dir sagen wollen:

"Schätzchen, weil alles so für uns so vorbestimmt ist!"

Ja, ich persönlich glaube, das jedes Treffen mit jedem Menschen wichtig für dich und dein Seelenheil ist.


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Die Theorie, dass du dir dieses Leben ausgesucht hast, vertrete ich. Warum auch immer oder wie die Vorleben daran verknüpft sind, du hast dir bewusst deine Eltern/Familie und dieses Leben ausgesucht.

Auch wenn es nicht immer easy läuft, solltest du schauen, wo es mit der Weiterentwicklung nicht passt. Denn wenn wir uns alle nicht weiterentwickeln und nicht aus den unsrigen Begegnungen profitieren, dann haben wir in diesem Leben nichts gelernt und nehmen es wieder mit ins nächste. 
Habe ich mich gerade geoutet und glaube an Reinkarnationen? Ja, das tue ich.
Jeden Menschen, den wir in unserem Leben treffen, ist für uns zur Weiterentwicklung gedacht. Ob das Ganze nun positiv ist oder nicht, das ist nicht wichtig. Wichtig ist, dass wir wissen, dieser Mensch hat an meiner Veränderung beigetragen.


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Was sind denn die Anzeichen für Liebe?
Ist Liebe nicht allumfassend und wichtig für uns Menschen? Ganz speziell meine ich hier nicht, die Liebe, die nur zwei Menschen verbindet.
Sondern auch die Mutterliebe, die Vaterliebe und die Liebe zwischen Geschwistern und überhaupt der Familie. Feste tiefe Liebe zwischen Freunden?
Hast du die Liebe in Dir und bist bereit diese bedingungslos weiter zu geben?

Liebe wird gefühlt...

Das heißt, Gefühle sind nicht linear oder besser gesagt, du fühlst es nicht konstant. 

Es gibt immer Höhen und Tiefen und manchmal spürst du es nicht ganz und dann wiederum spürst du dieses Gefühl so intensiv. Darin besteht die Verunsicherung. Alle glauben - woher auch immer dieser Irrglaube rührt - die Liebe, die fühlst müsste immer konstant intensiv sein. 

Richtige Liebe baut sich auf. In der Verliebtheits-Phase helfen dort Hormone und Neutransmitter gewaltig nach. Ein grandioser Hormoncocktail. Wieder dürfen wir uns über unseren Körper freuen.

Also, du fühlst ... und dieses fühlen von tiefer Verbundenheit, Wärme, Leichtigkeit ... und manchmal bedingungslos oder mit vielen Bedingungen geknüpft. Die Echtheit der Liebe, die dann mit Bedingungen geknüpft ist, lassen wir mal dahin gestellt.



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Wie merkst Du, dass du Liebe empfindest?
Genau ... du empfindest. Das ist das Schlüsselwort.
Wer sich selbst einigermaßen gut kennt, wird auf seine Gefühle hören und die als Kompass für sich nutzen. Und die Liebe muss nicht im Dauerstrom fließen. Sondern darf auch gern mal Berg- und Talfahrten machen und ist es auch erwünscht. Emotionale Stabilität in der Dualität nennt man das.
Ergo alles im grünen Bereich.


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Dein Partner/in sagt dir: Du liebst mich nicht?
Oft ist es so, dass der andere keine Absichten des anderen erfühlen kann.

Was ist damit gemeint?

Nehmen wir unser fiktives Paar Bettina und Manfred.
Bettina sagt: "Manfred liebt mich nicht mehr. Da kommt einfach nichts."
Da kommen auch eine Faktoren zusammen.
Vorab: Bettina fühlt keine Bemühungen, keine Gabe von Aufmerksamkeiten von Manfred. Somit fühlt Bettina für sich, dass ihr keine Liebe gegeben wird.
Manfred allerdings ist gestresst und fühlt immer noch die tiefe Verbundenheit zu Bettina, allerdings kann er es ihr momentan nicht zeigen.

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Was damit deutlich wird: Wenn Du selbst es nicht spürst, ob Gefühle da sind, muss es nicht immer das große L-Wort LIEBE sein. 
Liebe hat viele Facetten.
Wieder wären wir dann bei dem Thema - Gefühle.

Oft wird auch mangelnde Selbstliebe/Selbstwert als Liebes-Gefühls-Defizit vom Partner missverstanden.



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Wie kann ich von jemanden Gefühle erwarten, wenn ich mir selbst doch so wenig Gefühl/Wertschätzung entgegen bringe?

Du kannst fühlen!!! Ob es für dich Liebe, Leichtigkeit, sich angenommen und verstanden fühlen, lebendig, wertgeschätzt und verbunden heißt, dass entscheidest immer du und kein anderer.



27.03.2019

Bist du etwa beziehungsgestört? Ach ja, da war noch was.

Liebe ...

... ist eine der tiefsten Emotionen, die der Mensch kennt. Es gibt viele Arten von Liebe, aber die meisten Menschen suchen ihren Ausdruck in einer romantischen Beziehung mit einem passenden Partner.

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Das Bedürfnis nach menschlicher Verbindung scheint angeboren zu sein. Doch die Fähigkeit, gesunde, liebevolle Beziehungen zu bilden, geschweige denn zu halten und stetig an dieser zu arbeiten wird verlernt.

Dies birgt einfach die Gefahr, dass wir Menschen oft unzufrieden sind. 


Für viele sind romantische Beziehungen "der Aspekt" des Lebens und bieten in ihrer breiten Vorstellung eine tiefe Erfüllung. 
Es deutet darauf hin, dass die Fähigkeit zur Bildung einer stabilen Beziehung im Kindesalter beginnt. Hier sind die frühesten Erfahrungen eines Kindes mit einer Bezugsperson, die zuverlässig die Bedürfnisse des Kindes (Pflege, Nahrung, Schutz, Wärme, Körperkontakt und sozialem Kontakt) erfüllt. 


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Instabile und gescheiterte Beziehungen sind heutzutage kein Einzelschicksal mehr. Diese vermeintlichen Einzelschicksale scheinen tief verwurzelte Muster zu haben. 

Offene Frage: Warum haben wir so oft gescheiterte Beziehungen?

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Die Gründen sind nach eingehender Recherche ziemlich vielfältig und prägnant zu erwähnen ist der "Untergang" einer Beziehung gerade in Bezug als Spiegel unserer frühkindlichen Erfahrungen.

Die meisten Menschen müssen bewusst arbeiten an sich und ihren Fähigkeiten zu lieben sowie zu vertrauen erlernen. Nur so können Beziehungen aufrecht erhalten werden und langsam aufblühen.



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Glückliche Beziehungen - Mission Impossible?

Dauerhafte und standfeste Beziehungen werden kontinuierlich mit Sorgfalt, Liebe und Kommunikation gepflegt. Obwohl Beziehungen viele Formen annehmen können (Co-Abhängigkeit/verschleierte Verlustängste/ Misstrauen etc.), hat sich gezeigt, dass bestimmte Merkmale für wirklich gesunde Beziehungen besonders wichtig sind. 

Beide Personen in der Beziehung sollten sich sicher sein, dass ihr Partner bereit ist, dem anderen Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen und dass sich der jeweilige Partner für den anderen einsetzt um unvermeidlichen Herausforderungen sowie Unterschiede in der Partnerschaft zu begegnen. 

Glaube an die Liebe und sie wird dir begegnen.


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06.06.2018

Der geheime Brief ...

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Meine Liebe,

ich bin Du ... jetzt, knapp Ende 30, schreibe dir ein bisschen was aus der Zukunft.
Irgendwie möchte ich dich ja nicht komplett spoilern, dennoch möchte ich Dir ein paar Zeilen schreiben.

Ich weiß, du wirst jetzt sicherlich auf deinem Bett liegen, den Disc Man neben dir liegen haben und Mariah Carey läuft und du schaust auf dein Johnny Depp Poster. Du träumst von deinem ersten richtigen Freund. Den ersten richtigen Kuss und von einer Zukunft, die so wunderschön und romantisch wird. Ein toller Ehemann, Haus und 3 Kinder.

Liebes, ich möchte Dich schützen. Ich möchte dich in den Arm nehmen und dir sagen, dass die Vorstellungen, die Du momentan von Liebe und Romantik hast, nicht ganz erfüllt werden. Eines möchte ich Dir sagen, Liebe ist schön. In allen in Formen und mit ganzer Leidenschaft. Sie trägt dich und lässt dich von Innen strahlen. Lass Dir dein Strahlen nicht nehmen.

Es wird in den nächsten Jahren ziemlich spannend, anstrengend und auch traurig. Dein Bild von Liebe wird in den nächsten Jahren, nein sogar Jahrzehnten ein Cover erhalten. Ob es an den Disney-Filmen oder Dirty Dancing liegt, kann ich hier jetzt echt nicht klar beantworten. 

Da ich mir selbst mit knapp Ende 30 nicht sicher bin, woher diese Auffassung von Romantik kommt.

Weißt Du, du wirst Dein Bild von romantischer, ewiger Liebe und Treue neu überdenken. Mitte zwanzig wirst du spüren, dass irgendwas nicht richtig läuft. Knapp Ende zwanzig wirst du heiraten. Das soll das Richtige für dich sein. So zumindest mal der Ansatz. Du wirst selbst deine Glaubenssätze prüfen, erneuern und selbst über deine eigenen von dir geglaubten Grenzen gehen.

Ich kann Dir leider nicht sagen: "Liebes, es wird alles gut!"
Das wäre gelogen. Denn bis Ende zwanzig wird gar nichts gut werden und mit dem Eintritt in die dreißiger wird es immer holpriger.
Es werden harte Zeiten kommen. Große Verluste.
Du wirst deine geglaubte erste große Liebe und damit deine Naivität und den Glauben an eine gerechte Welt durch den Krebs verlieren. 

Du wirst lernen, dass Vertrauen, ein absolut wichtiges Fundament in einer Beziehung ist und weiters wirst du spüren, wie es ist, betrogen und belogen zu werden.
Du wirst zu gleichen Teilen auch lernen müssen. dass Betrug ziemlich bitter schmeckt und die beiden Rollen als Betrüger und Betrogene selbst bist und nichts daran ändern kannst. 

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 ... und dir ins Ohr flüstern wollen, alles halb so schlimm. 

Das Leben, was auf dich zu kommt, wird nicht ansatzweise deiner Vorstellung entsprechen. Deine Seele wird sich strecken und du wirst Meisterin im Umgang mit emotionalen Tretminen. Da macht dir keiner so schnell was vor. Eine grenzwertige Erfahrung wird sein, dass du anfängst dein Herz zu verschließen und immer misstrauischer deiner Umwelt gegenüber wirst.

Es muss so kommen, wie es kommen muss. So sind die Weiterentwicklung und der Prozess gegeben.

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Ich kann Dir einfach jetzt schon sagen, dass die Ehe nichts für dich ist. Ja, du wirst jetzt sicherlich beim Lesen, den Mund offen haben. Aber glaub es mir, du hast es probiert und das nicht nur einmal. Es ist einfach nichts für Dich. Es gibt sicherlich irgendwo den passenden Partner, aber es muss ja nicht unbedingt in einer Ehe enden. Eine eingetragene Partnerschaft ist vollkommen ok.

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Du bist stark und wirst mit allen Widerständen, die auf dich zukommen stärker und stärker. Die Wahrheit dabei ist, dass es nicht immer leicht für dich sein wird. Da will ich dir echt nichts schön reden. Immer und immer wieder, wenn du am Boden liegst, wirst du aufstehen und dich aufrichten. Du gehst mit einem gradem Rücken weiter.
Stolz und Stärke.
Woher hast du diese Stärke? Oft habe ich mich das gefragt und woher nimmst du immer diese Zuversicht einfach weiter zu gehen.

Du bist stark, weil du schwere Entscheidungen in deinem Leben getroffen hast, die du keinem anderen zugemutet hättest. Eine Besonderheit dieser umfassenden Stärke ist das Verzeihen. Du bist gütig und hast ein großes Herz. Eines ist wichtig, du wirst lernen dieses Herz zu schützen. Du wirst eine Grenze ziehen und einen Neuanfang starten.

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Auf eines kann ich dich nicht vorbereiten und das wird, davon bin ich überzeugt, eine der heftigsten Erfahrungen, die du in deinem Leben machen wirst.
Ein harter und scharfer CUT von Deinen Wurzeln. Es wird dich aushebeln. Ein Breakdown. Verlust ist hier das Schlüsselwort. Denn du wirst einen Menschen in deinem Leben verlieren. Ein Mensch, der dir das Selbstbewusstsein und die Stärke gegeben und der immer an dich geglaubt hat. Du wirst diesen Menschen dabei begleiten, wenn er von dieser Welt in eine andere Welt geht.
Das letzte was dieser Mensch sehen wird bevor er stirbt, ist dein Gesicht.
Du wirst in dieser Zeit nur ein einziges Mal an seiner Seite weinen und auch nur dann, kurz bevor er stirbt. Du wirst versuchen, deine Trauer ihm nicht zu zeigen. Es wird dir den Boden unter den Füßen wegziehen. Eine lange Zeit wirst du Leere spüren und nur Traurigkeit, in der Annahme, dass du keine Liebe mehr empfinden kannst.

Du erlebst ein Aufleben. Das Gefühl und das Wissen, du kannst Liebe empfinden, wird dir einen Weg zeigen und dir neue Erfahrungen bescheren.
Ein neuer Weg wird sich für dich auftun und du wirst diesen gehen.

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Ich habe da noch eine Bitte an dich. Manchmal bist du einfach zu hart zu dir selbst und gehst viel härter mit dir um, als mit deiner Umwelt, denn du neigst einfach dazu, deine Umwelt in Watte zu packen. 

Am liebsten würde ich dir schon zuflüstern ...
Wer weiß was alles noch auf uns zukommen wird.
Ich drücke dich, meine Liebe. Wir haben bis jetzt das ziemlich gut gemeistert.




***

Würdet ihr eurem 16 jährigen ICH auch schreiben?


01.06.2018

8 Gründe fürs Single-Leben

Die Entscheidung "Single" zu sein, scheint freiwillig.
Zumindest wollen wir es glauben


"Ich bin ein Single und bleibe auch einer."

Warum? Weil eine Beziehung nicht das ist, was ich zu diesem Zeitpunkt in meinem Leben will. 
Erfahrungen mit Beziehungen und Affären machen wir alle in unserem Leben.
Manchmal wollen wir einfach nur für uns sein. 
Uns einfach neu sammeln und weiter im Leben voran schreiten. 

Manche sind Single, weil sie gerade mit jemandem tief gestürzt sind und sie alleine sein wollen, um zu sich selbst "zu heilen". 

Dann ist es gut, wenn man erkennt, dass man seine Wunden versorgen "sollte", bevor man mit großem Eifer sich wieder in eine Beziehung stürzt.
Es gibt nichts schlimmeres, als mit offenen ungeheilten emotionalen Wunden in eine neue Beziehung zu gehen.


Dann gibt es wieder andere, die Single sind, weil sie noch niemanden gefunden haben, mit dem sie einfach gut zusammen passen. Sie genießen es vielleicht, wieder zu sich selbst zu finden oder mögen einfach die "Freiheit" und die Kompromisslosigkeit.

Wenn es jedoch um Beziehungen geht, neigen einige Singles dazu, eine Opfermentalität an den Tag zu legen bzw. eine zu entwickeln.
 

Wir alle denken, dass wir nach bestem Gewissen handeln und nur beste Absichten haben. Oft empfinden wir, dass die anderen diejenigen sind, die uns so grausam, so furchtbar sind und uns verletzen wollen. 
Klarer Fall und Fakt: Das ist too far von der Realität.

Wir sind verantwortlich für unser Leben und unsere persönlichen Beziehungen sind dabei keine Ausnahme. 
Wenn wir dies im Hinterkopf behalten, sollten wir wissen, dass wir die Macht der Veränderung haben. 

Wir besitzen die alleinige Verantwortung und es liegt mehr in unseren Händen, wie wir mit diesem Status "Single" umgehen, als wir denken.


Also, wenn Du Dich fragen solltest, warum DU NOCH SINGLE bist, obwohl du es doch gar nicht willst, dann sind hier einige mögliche Erklärungen, die du evtl. in Betracht ziehen könntest, warum du noch im Singlenirvana bist und weiterhin das Glück versäumst.


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Auferlegte Regeln
Im Laufe der Jahre und den dazugehörigen Erfahrungswerten hast du dir so viele Regeln über Dating und Beziehungen gemacht, dass du nicht verstehst und merkst, dass deine selbst auferlegten Regeln dich davon abhalten eine dauerhafte Beziehung zu finden und evtl. sogar zu führen.

Denn oft gelten Regeln nicht für alle auf die gleiche Weise. Was für eine Person funktioniert, kann völlig anders sein als das, was mit einer anderen Person funktioniert. Beim Dating gibt es keine strengen Regeln, also solltest du nicht versuchen, irgendwelchen zu folgen. 

Geh einfach mit deinen Instinkten und deinem Herzen.


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Du hast Angst vor Intimität
Deine Angst vor Intimität macht dir Angst. Du bist ziemlich argwöhnisch, steuerst ganz genau, wie sehr und wie intensiv du jemanden magst.
Jemanden zu mögen, der dich zurückweist, das wäre genau diese Angst.
Du bestrafst deinen "potenziellen" Partner, weil du Angst hast, ihm/ihr nahe zu kommen. 

Du bestrafst sie mit jedem Blick und tätigst sarkastische Aussagen, nur damit sie dich in Ruhe lassen.
Warum? Weil genau diese große Intimität und Nähe dir eine enorme Angst machen.



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Angst vor Konkurrenz
Was heißt Angst vor Konkurrenz haben?
Diese Angst ist mit einem Mangel an Selbstwertgefühl verbunden.
Angst vor Konkurrenz ist auch auch Angst vorm Verlust.
Du trägst alle nicht verarbeiteten Verluste in Dir. Alte emotionale Wunden, die nicht geheilt sind.

Wenn du nicht positiv von dir selbst denkst, wirst du immer mit anderen konkurrieren.  
Also entscheidest du dich überhaupt nicht mehr zu konkurrieren. Du gibst auf, weil du Angst vor Konkurrenz hast.
Natürlich solltest du in einer Beziehung nicht immer für die Liebe und Aufmerksamkeit Ihres Partners kämpfen müssen. Deine Angst ist jedoch so groß, dass du überall Konkurrenz siehst. Diese Angst ist eine sehr tiefliegende Angst. 
Angst vor Konkurrenz ist eine Urangst des Verlustes, dass du dich deinem Partner öffnest und er dich für jemanden "besseren" im Regen stehen lässt.


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Du bildest toxische Anziehungen
Die Ursache liegt in den Gedanken, denn die Gedanken sind macht. 
Womöglich durch deine nicht positiven Erfahrungswerte, zumindest deren Gesamtsumme, bist du anfällig für Partner, die relativ giftig für dich sind. 
Was ist damit gemeint?
In der Tat sabotierst du dich Sie möglicherweise absichtlich. Das heißt durch deine Gedanken und deine Erfahrungswerte. Du suchst dir Beziehungen mit Partner, die entweder emotional nicht verfügbar oder bereits in Beziehungen sind oder andere Probleme haben. Du weißt ganz genau, dass deine Beziehung zum Scheitern verurteilt ist. Sie ist giftig für dich.



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Du bist isoliert
Du hast dich in deiner Routine so wohl gefühlt, dass du sie für nichts ändern würdest. 
Du willst aus deiner Komfortzone gar nicht herauszukommen. Geschweige dich für eine potentielle Verletzung oder gar eine zum scheitern verurteilte Beziehung deiner Umwelt stellen. 
Wer will schon manchmal nach einem langen Arbeitstag ausgehen und evtl. neue Leute kennen lernen, wenn Du es dir gemütlich in der Jogginghose auf dem Sofa bequem machen kannst?


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Du bist sehr wählerisch
Wenn dein Herz zu oft gebrochen wurde, bist du anfällig dafür, über jeden den du triffst zu urteilen. 
Deine Angst, wieder getäuscht und wieder zurückgewiesen zu werden ist sehr hoch. Somit entscheidest du dich deinen nächsten Partner sorgfältig nach deinen dir auferlegten Kriterien auszuwählen.
Du hast Vertrauensprobleme und gleichzeitig hast Du so unrealistische Erwartungen (auferlegte Kriterien), wie dein idealer Partner sein sollte.




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Du hast ein geringes Selbstwertgefühl
Dein innerer "Kritiker" sagt dir immer, dass du nicht genug, nicht wertvoll und nicht liebenswert bist.
Auch wenn du eine liebevolle Beziehung haben willst, glaubst und vertraust du irgendwie nicht, dass du eine verdient hast. Der Mangel an Selbstvertrauen ist es, was andere Menschen von dir wegdrängt und deine Chancen zerstört, wahre Liebe zu finden.

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No more Pain 
Wir alle haben unseren eigenen Teil des Schmerzes durchgemacht, der aus unseren intimen und vergangenen Beziehungen kommt. 
Nach jedem Schmerz werden wir einfach zu defensiv, zu misstrauisch, riskieren nichts mehr und zu vorsichtig. 
Wir haben Angst, wieder und wieder verletzt zu werden. 
Also bentonieren wir um uns herum unsere eigene Schutzmauer. Diese schützt uns vor möglichen Schmerzen, vor neuen emotionalen Wunden, die wir nicht einfach verkraften und wegstecken können. Unsere Selbstverteidigung und Angst kann der Grund sein, warum wir dann immer noch Single sind.


Und konntest du dich in einigen Punkten wieder erkennen oder gab es Ähnlichkeiten?


23.05.2018

Wie oft hörst du dich selbst sagen: „Nein, ich tue es nicht! Und du machst es doch!“


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Man geht über seine eigenen Grenzen.
Und gleichzeitig frage ich mich, ob man diese denn überhaupt kennt?
Lässt der Kopf das Herz dort sprechen?
Weiß man wirklich in dem Moment, was gut und was schlecht ist?

Wenn du genau dann über Deine Grenzen gehst, dann passiert was mit Dir.
Dein Selbstwertgefühl sinkt.
Dein Selbstwertgefühl ist definiert als eine subjektive Einstellung zu dir selbst.
Wenn ich als Mensch schlecht über mich selber denke und wenn mich dazu finstere oder traurige Gesichter anblicken. neige ich dazu, mein "schlechtes Selbst/ICH" zu beschuldigen.

Darüber hinaus bin ich anfällig für häufige und wiederholte Scham-Erfahrungen, die mein allgemeines Selbstwertgefühl  "zerschlagen".

Es geht dann weiter.
Mir fällt dazu nur ein Wort ein. SCHAM.

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Scham ist eine so schmerzhafte Emotion, die auf das Gefühl des Versagens reagiert.
Das Gefühl von Scham umfasst unser ganzes Selbst.
Der Denkprozess und die Verhaltensweisen in der Emotion Scham beinhalten eine selbst-fokussierte Aufmerksamkeit.
Zum Beispiel gehören zu den körperlichen Äußerungen der Scham auch das errötende Gesicht oder der gesenkte Kopf.
Es erzeugt den Wunsch sich zu verstecken, zu verschwinden oder sogar zu sterben
Jeder kennt das Sprichwort: Vor Scham im Boden zu versinken.

Ja, ich gestehe:
Ich schäme mich dann.
Dieses Gefühl dieser Machtlosigkeit.
Es ist furchtbar.

Wenn ich wieder bestärkend zu mir sage: "Nein ich mach das sicherlich nicht!" und dann doch davor sitze, es getan habe und mich nicht verstehe, warum ich es getan habe. Das ist für mich diese schmerzhafte Emotion.
Ihr braucht ein Beispiel wie sich Scham bei mir äußert:
Da sitze ich wieder.
Nein, ich schreibe ihm nicht und meine Finger fliegen über die Tastatur.
Sie halten kurz an. So viele Sätze. Wieder gelöscht. Leeres E-Mail.
Mahnend schallt meine Stimme im Kopf: "Du wolltest es doch nicht tun, lass es!".
Zack ... und auf Senden geklickt.

Nein, ich rufe ihn nicht an und meine Hand holt schon mein Handy aus der Tasche.
Ich wähle seine Nummer.
Doch der Mumm wirklich auf den grünen Hörer auf meinem Smartphone zu drücken, der fehlt. Ich atme tief durch und bin irgendwie stolz, dass ich es nicht tue.
Doch in mir wütend ein Sturm. Der Kampf mit sich selbst.

In Gedanken gehe ich das Gespräch durch. Ich werde ihn jetzt anrufen! Ich tue es jetzt!
Was ich ihm nach meinem anfänglichem Stottern sagen möchte:

"Hi Du!
Ich weiß nicht wieso, aber ich musste deine Stimme hören. 
Wie geht es Dir? Doofe Frage, ich weiß. 
Ich möchte Dir einfach noch so vieles sagen. 
Am besten fange ich damit an, oder? 
Du brauchst nichts sagen, ich möchte dir doch einfach so vieles sagen.
Mich doch erklären.
Es tut mir leid, dass ich mich nicht früher gemeldet habe. 
Du warst aber weg für mich. 
Duuuuu ... ich muss dir einfach sagen, dass du mir so fehlst.
Wo warst Du?
Moment, du brauchst darauf nicht gleich antworten.
Du warst nicht mehr da und nicht mehr der, den ich mal kennen gelernt habe. 
Ich möchte einfach nur wissen, wo du bist und warum du mich nicht mit genommen hast.
Warum durfte ich nicht mit?
Ganz oft frage ich mich auch, was ich hätte besser machen können, damit die Tür zu dir nicht geschlossen bleibt.
Du fehlst mir so. 
Es tut so weh.
Ich weiß, hab ich sicherlich schon gesagt, aber egal.
Du bist für mich wichtig und ich habe einfach Angst. 
Angst dich für immer zu verlieren. 
Traurig ist, dass ich denke, dass es für uns beide kein Happy-End gibt. 
Sag mir, dass ich unrecht habe.
Sag mir bitte bitte bitte, dass es eins geben könnte ... und ich mich nur gedulden muss und du mich irgendwann wieder zu dir lässt.
Ich höre unsere Lieder und da bist du. 
Weißt Du, ich sehe Dich dann vor mir.
Grinst mich mit deiner frechen und charmanten Art an, zwinkerst mir zu und sagst mir:
"Babe alles wird gut!"
Weißt du, auch jetzt habe ich gerade dieses Gefühl, einfach vor Schmerz, weil du mir fehlst, weinen zu müssen.
Ich telefoniere aber mit dir.
Da reisse ich mich jetzt zusammen.
Du bist ein wundervoller Mann. 
Das wollte ich dir noch sagen.
Eines noch, ja? Ohne dich, da fühle ich mich irgendwie heimatlos.
Und ja, am liebsten würde ich dich jetzt küssen wollen und mit meinen Händen durch deine Haare fahren."

In Gedanken hab ich das Gespräch beendet und spüre noch die warmen Lippen auf die meinen.
Schaue in den Spiegel und sehe, wie mir die Tränen in die Augen steigen.
Da ist es wieder. Ich schäme mich!



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16.05.2018

3 Anzeichen, die mir die Augen öffneten ...


Ich durfte bei dir sein.
Durfte deine Haut spüren.
Habe jeden Kuss und jedes Lächeln genossen.
Dich fühlen.
Dich berühren.
Diese Blicke in die Seele.
Du hast mir Deine Gedanken mitgeteilt und ich dir meine.
Deine Hand in meiner. 
Eine starke Verbindung zum anderen.
Das unsagbare Gefühl der Zusammengehörigkeit.
Das "Ankommen" was ich noch nie erlebt hatte.

Durfte mit Dir so hoch fliegen in so unsagbarer Höhe.
Soviel Zärtlichkeit, soviel weiche und sinnliche Berührungen und unbeschreibliche Schwingungen. 
Gehalten von deinen starken Armen.
Ich durfte mich bei Dir fallen lassen.
Du warst da.
Hast mir das Gefühl der absoluten Sicherheit gegeben.
Deine Augen.
Sie berührten meine Seele und ich wusste, dass Du für mich ein Mann warst, der mich aus meiner Herz-bleibt-zu-Zone raus geholt hat.
Deine Berührungen waren mein Halt.

Foto by VIKTOR HANACEK

Wir wussten beide, dass das alles wohl nicht gut enden würde, oder?
Genau aus diesem Grund, konnten wir aneinander nicht loslassen. Wir hielten uns fest, sogen dieses unbeschreibliche Gefühl ganz fest ein.

Immer wieder hab ich Dir gesagt, dass ich davor Angst habe. Ich wollte immer wieder einen Schritt zurück gehen. Mich wieder lösen. Doch konnte ich es nicht. Du warst meine Droge und dann diese Angst. Diese Angst so tief zu fallen.

Wann es genau war und wann es sich eingeschlichen hat, dass alles weiß ich nicht mehr.
Es ging schnell. 
Du warst innerlich zu. 
Ich wollte Dir helfen. 

Hab Dich gefragt, ob ich zu Dir kommen soll.

Du hast mich nicht Dir helfen lassen.
Ich weiß, dass ich für dich einfach nicht mehr da war.
Ist das Liebe?
Deine Schwüre, mich nie fallen zu lassen, waren weg geblasen. 
Meine Hand sollte deine halten. Dich stärken. Dich schützen.
Ich wollte bei Dir sein. Dir helfen. Dich unterstützen.
Dich nicht fallen lassen.
Deine Worte, leere Hüllen, die nicht zu dir passende Oberflächlichkeit von irgendwelchen Aussagen, die nicht mehr von Dir waren. 
Wann war ich Dir nicht mehr genug? Wann hast Du mich für dich bei Seite geschoben?
Wann konnte ich Deine Ansprüche nicht mehr erfüllen?
Warum durfte ich Dir nicht mehr helfen?

Deine Augen wurden immer leerer. Kein Strahlen mehr.
Warum hab ich es erst so spät gesehen und wieso ist es mir nicht früher aufgefallen?
Ich fühlte mich immer und immer mehr leerer und ohne Energie.
Traurigkeit und das Gefühl, versagt zu haben, dir nicht mehr helfen zu können. Das nahm Überhand.
Es fraß mich von Innen auf. 

Ich hatte das Gefühl, dass ich nicht zu Dir durch kam.
Wir konnten doch immer miteinander reden.
Ich probierte es. Da war diese Mauer. Ich kam nie durch.

Und plötzlich schlich sich Stille und Redepausen ein.

Wie kann ich für dich da sein, wenn Du mich nicht lässt?
Ich weinte. Ja, ich weinte mal schnell und mal ohne Kontrolle. Jedoch still und heimlich. Warum? Weil ich dich damit nicht belasten wollte. 
Spürte diese tiefe Traurigkeit, die mich so allein hat fühl lassen. 
Als würde mir etwas fehlen. 
Kennt ihr das? 
Habt ihr das auch schon mal erlebt? 
Es überkommt einen einfach.




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Also habe ich weiter in mich hinein gehorcht.
Ich spürte das sich was geändert hatte.
Vor allem ICH hatte MICH verändert.
Mir wurde dann vieles klar.



1. Anzeichen - Leere 
Ich spürte diese Leere.
Diese Kälte. War es Deine Kälte oder meine?
Da wo noch vor kurzem diese warme Liebe war, spürte ich nur noch Kälte.
Woher genau es kam, konnte ich nicht zuordnen. Ob es daran lag, dass mir der Mann, der mit mir so hoch geflogen war einfach nur fehlte. 
Ich wollte mich nicht mehr leer fühlen.

Wenn Du für dich genauso es spürst, dann lass Dir einen guten Tipp geben. Höre auf deine innere Stimme, dein Bauchgefühl und spüre wirklich fest nach. Frage dich, warum diese Leere in dir ist.

2. Anzeichen - Traurigkeit
Genau an diesem Punkt, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich spürte, dass ich einfach traurig war, weil ich mich abgelehnt und nicht mehr gebraucht fühlte. Ich war jemand anderen mehr eine Last und dieser wollte mich nicht haben. Genau darüber war ich traurig.
Ich war traurig darüber, nicht mehr so hoch emotional fliegen zu können. Einfach am Boden von der Realität und dieser Traurigkeit gehalten zu werden, obwohl ich so gern aufsteigen wollte.

Manchen geht es gut damit, sie stecken es einfach besser weg. Ich allerdings, bin der Typ Frau, der überlegt, was sie nicht richtig gemacht hat und warum es sich so fühlt.

3. Anzeichen - Du gibst Dir für alles die Schuld
Mein Fehler! 
Alles meine Fehler!!!
Ich hab diese ganzen Fehler gemacht? Leise kam diese Frage in meinem Kopf auf. Ja, genau meine Schuld war es, dass ich mich jetzt so fühle und er sich von mir distanziert. 
Ich musste irgendwas getan haben, dass er sich so von mir fern hält. 
Mich nicht mehr an seiner Seite wissen möchte.

Moment.....
SCHLUSS ...

Genau ab diesem Zeitpunkt, spürte ich, dass es doch einfach nicht sein kann, dass ich mich schlecht, schuldig, allein und einfach traurig fühle, für etwas, was überhaupt nicht mein "Problem" ist. Nur weil jemand, mit sich nicht im Reinen ist oder whatever, eine Liebe nicht fühlt oder vielleicht gar keine Gefühle momentan oder auch zukünftig nicht fühlen kann. Dafür muss ich mich nicht verantwortlich fühlen. Sorry guys ... it is not my fu***** Business!



Nichts tut für immer weh ...immer wieder Anlauf nehmen.
Diese Erkenntnis, hatte womöglich schon die eine oder der andere.
Mir fiel es dann wie Schuppen von den Augen.

Als ich für mich diese 3 Anzeichen erkannt habe, habe ich noch mal darüber nachgedacht und bin für mich zu dem Entschluss gekommen, dass ich so nicht glücklich werden kann.

Ich suchte das Gespräch. Nicht ein- oder zweimal, sondern gleich mehrmals.
Du hast beteuert, es wäre alles in Ordnung. Und dennoch bist auf die Gespräche nie eingegangen, weil dein persönliches Drama im Vordergrund stand. Helfen durfte ich dir dabei nicht. Vielleicht hin und wieder. Ich sollte dir immer zuhören. Immer und immer wieder. Zuhören. Aber zu Dir durfte ich nicht mehr.


Mein Instinkt und mein Bauchgefühl, sagten mir was ganz anderes.


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Mein Gefühl sagte mir, dass ich nichts weiter tun kann. Meine Intuition ließ mich fühlen, dass Du wahrscheinlich diesen Weg allein und ohne mich gehen musst und willst.

Den Entschluss habe ich dann getroffen. Mir ging es schlechter und sagte kurz und knapp "Ciao".
Auf meine Intuition habe ich mich verlassen und ich lebe seit dem damit und habe das Gefühl, ich komme wieder zu mir selbst. Mehr schlecht als recht. Aber ich ich bin auf dem Weg.

Manchmal ist es einfach so und man erkennt für sich, was man wirklich will. Oder glaubt es zumindest.

Allerdings glaube ich daran, dass jeder Mensch bedingungslos geliebt werden will und wir auch bedingungslos lieben können. Diese Erfahrung hab ich für mich mitgenommen und bin dankbar dafür.
Mein Herz wurde geöffnet und habe wieder gefühlt und geliebt.
Dafür danke ich Dir. 

Nur dürfen wir nicht vergessen, Liebe muss immer im Gleichgewicht passieren.
Liebt einer mehr als der andere, verlieren wir uns oft und enden beim Gewinner und Verlierer. 

Diese Spirale der Lieblosigkeiten, die wenigen Worte der Zärtlichkeit und kalte oberflächliche Gespräche dürfen nicht mehr starten und Hauptteil einer Beziehung - wie auch immer - sein. 
Schon befinden wir uns wieder im Kreislauf der Leere, Traurigkeit und auf Fehlersuche bei uns selbst.

Aufwachen, weiter machen und voran sich selbst lieben.
Nur wer in der Lage ist, sich selbst zu lieben, wird bedingungslos andere lieben können.


Wieder komme ich zum Schluss, dass Hoffnung ein wichtiger Bestandteil im Glauben an ein gutes Leben ist und manche Begegnungen eben nicht nur "zufällig" sind. Aber was "nicht zufällig" ist, braucht wohl mehr Zeit zur Heilung. Fakt ist, es kommt alles so, wie es kommen soll.