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zurück zu Teil 1 und Teil 2
Wenn Du deinen Weg gehst, hast du ein Ziel und es kommen mehrere und kleinere Etappen in deinem Leben auf dich zu.
Auf deinem Weg begleiten Dich Menschen, die dich auch wieder verlassen.
Die Dauer der Begleitung ist immer ungewiss und kann somit nicht vorhergesagt werden.
Du bleibst in einer Art Schock- und Trauerstarre.
Die Gefahr besteht einfach dabei, dass Du einfach stehen bleibst auf deinem Weg. Vielleicht irrst du umher und bist traurig.
Der Verlust eines Menschen kann plötzlich und unerwartet kommen. Oder es ist eine Krankheit und du hast die Möglichkeit den Kranken zu begleiten.
Du denkst, du hast Zeit und kannst dich auf das was kommt vorbereiten?
Das was kommt mit einem Verlust, darauf kann man sich nicht vorbereiten.
Hier gilt es wirklich auch die Trauer zuzulassen. Ja und auch zu weinen.
Vergiss bitte, was du über das Trauerjahr gehört hast. Jeder Mensch trauert unterschiedlich und der Verlust eines geliebten Mensch, bleibt auch trotz dem Trauerjahr ein Verlust für den Hinterbliebenen.
Durch den immer wieder erlebten Verlust in meinem Leben und der Hospizarbeit, habe ich wahrscheinlich zum Thema Tod und dem Loslassen einen anderen Bezug.
Diesbezüglich habe ich mir viele Gedanken gemacht und einige Bücher dazu gelesen.
Wenn der Tag kommt, an dem ich diese Welt verlasse, möchte ich zurückblicken können und wissen ...
- dass ich mutig auf meinem Weg war,
- dass ich von einigen Menschen Fußabdrücke und Lächeln in meinem Herzen aufbewahren konnte,
- dass ich Menschen nahe sein durfte und Nähe weitergeben konnte,
- dass ich Fehler machen durfte, von denen ich einen hohen Lerneffekt hatte
- dass ich mir meine eigenen Fehler verziehen habe,
- dass ich Menschen verziehen habe und das ich in Frieden mit ihnen bin,
- dass ich immer eine noch stärkere Weiterentwicklung für meine Mitmenschen wollte,
- dass ich helfen und Hilfe annehmen konnte,
- dass ich auch meine Negativen Seiten anerkannt habe,
- dass viele Menschen mir wichtig waren und ich diese liebe,
- dass ich immer wieder aufgestanden bin, wenn ich hinfiel,
- dass ich immer wieder versucht habe Menschen einen Vertrauensvorschuss zu geben,

- dass ich mich weiterentwickelt habe,
- dass ich nicht perfekt bin und auch nie sein wollte
- dass ich lieben und liebe leben durfte
- dass ich neidisch und eifersüchtig war
- dass ich auch wütend, ungerecht und lieblos sein konnte
- dass ich lachen und weinen konnten,
- dass ich aus vollstem Herzen geliebt habe,
- dass ich die Erfahrung von Enttäuschung und Verrat machen durfte,
- dass ich mich reflektieren konnte,
- dass auch ich Selbstbetrug begannen habe und mir dafür verzeihe
- dass ich aus schädlichen zwischenmenschlichen Systemen wieder raus gekommen und gänzlich ausgestiegen bin
- dass ich voller stolz auf mein Leben zurückblicken kann
- dass ich qualitative und einzigartige Herzmomente in einigen Menschen zurücklassen kann,
- dass ich auch weiß und es aus tiefstem Herzen bedauere, dass ich einigen Menschen Trauer, Tränen, Wut und Hass gebracht habe.
Ich kann Euch hierzu ein gutes Buch empfehlen.
Das tibetische Buch vom Leben und Sterben* (Amazon Link)
Wenn ich das alles wirklich so beherzigen und umsetzen kann, dann habe ich einen Meilenstein auf meinem Weg in meinem Leben erreicht.
Bis dahin ist noch viel, viel Zeit und ich habe noch einiges zu erledigen.
Viele Momente, viele Weggabelungen und Herzensmenschen, enttäuschende Erfahrungen, die von mir gelebt werden wollen.
Es geht weiter...
In Teil 1 habe ich bereits von den Emotionen erzählt.
Ungelebte Emotionen können dich blockieren und werden dich in deiner Weiterentwicklung hemmen.
DEIN WEG
Sich zu fokussieren, heißt manchmal auch einen Abschied zu vollziehen.
Du verabschiedest dich von deinem alten Selbst.
Dieses Selbst, was an deinem Ziel gezweifelt hat und von dem überzeugt war, dass es nicht klappt.
Du verabschiedest dich von Menschen aus deinem Umfeld, die dich nicht auf der Herzens Ebene tragen, die dich nicht verstehen wollen, können und es wohl auch nie werden.
Du verabschiedest dich von den Gedanken und Menschen aus deinem Umfeld, die dich runter ziehen, die dein Mindset viral mit Negativität infizieren und die dein Ziel zu fokussieren knallhart boykottieren.
Ein Abschied ist immer ein Neuanfang.
Was genau fällt uns auf unserem Weg beim Fokussieren so schwer?
Es fällt uns schwer an das Gute zu glauben und unser eigenes Urvertrauen anzuzapfen. Veränderungen sind von vielen gehasst und für viele sind Veränderungen kaum umsetzbar.
Gewohnheiten und sich damit selbst zu programmieren ist schwer.
Alles in allem ist unser Leben keine leichte Challange.
Dennoch ist es nicht unmöglich.
Womöglich ist der Weg, den wir gehen, gar nicht so schwierig und wir denken und fühlen ihn als schwierig. Wir sehen Hindernisse, die in unseren Köpfen viel größer sind und geben unserer Angst, die unser ständiger Begleiter ist und uns auch vor dem einen oder anderen schützt, negative Nahrung.
Ist es wirklich so schwierig, wenn wir immer im Kopf sind?
Weniger Denken und mehr fühlen.
Eine Entscheidung habe ich für mich getroffen und es war mein Aufbruch, mein Weg.
Das Leben ist wunderbar und das wird uns manchmal erst am Schluss bewusst.
Ich möchte diesen Weg JETZT gehen und leben.
Egal was kommt, ich bin bereit.
Es gibt Momente, die nimmst du mit ins Herz und wenn Du es dir erlaubst, kannst du auf deinem Weg immer wieder in dein Herz schauen. Diese Momente kannst du fühlen und dich immer wieder daran erinnern.
Diese wunderschönen Herzmomente sind der Begleiter auf deinem Weg zum Ziel.
Teil 1
Wenn du Ziele hast und die innere Stimme dich dazu ruft, diese anzupacken und deinen Weg zu gehen, wirst du auf diesem Weg, einiges zurücklassen und wieder neues mitnehmen.
Du wirst merken, in wen du dich getäuscht hast, wer dich wie ein Judas für seinen eigenen Zweck verraten hat, wer sich nicht weiterentwickelt und in einer Pseudoentwicklung steckt oder wer dich ständig belogen und dir ein wirklich gutes Schauspieldrama dargeboten hat.
Du wirst auch erkennen, wer bisher loyal zu dir gestanden ist und dich als Herzensmensch sieht, sich mit Dir in allen Lebenslagen verbinden und dir Trost, Beistand, Liebe, Nähe spenden kann und dir das gibt, was du vom Herzen fühlen und mit dem Verstand erkennen kannst - Vertrauen und Verständnis.
Alles was zählt, ist das du es für DICH JETZT erkannt hast.
Sowohl als auch deine eigenen bisherigen getätigten Fehler.
Fehler, die in deinem Leben gemacht werden sollten, damit die Erfahrung dich trägt und lehrt.
Fehler aus denen eine Lektion Dir mitgegeben wurde und die dich verändern, dich formen und dir helfen gewisse Sachen, Menschen und vor allem dich selbst besser zu verstehen.
Dieses Verständnis kommt nicht auf Knopfdruck und sofort, wie die strikte Erleuchtung und just in time.
Nein solch ein Verständnis reift.
Manchmal braucht man Tage, Wochen, Monate oder auch Jahre. Oder viele schlaflose Nächte.
Gerade, wenn Du auf diesem Weg dich befindest und anfängst zu reflektieren und auch die Verantwortung für gewisse Dinge, Taten, Umgang mit anderen Menschen und deine Aussagen übernimmst, dann fängt der Prozess an.
Bist du bereit?
Der Prozess der Vergebung, großer Reflektion und der Selbstliebe startet.
Nehme das Gute mit und lass den Ärger, den Frust und die Trauer raus.
Nehme die ein Kissen und boxe oder schreie einfach rein.
Als Beispiel ...
Genau vor einer Woche, hatte ich einen Termin. Dieser verlief ganz und gar nicht positiv. Im Gegenteil, ich hab eine Benachrichtigung erhalten, die mir den Boden unter den Füßen wegzog.
Nach dem Termin bin ich an einer Straße an einem Wald stehen geblieben und habe mich gefragt, was ich jetzt mit meinen aufkeimenden Gefühlen machen soll. Ich spürte, da ist dieses Gefühl und mir ging es nicht gut damit. Irgendwie fühlte ich mich mit meinen Emotionen, als wäre ich ein schreiender Wasserkessel, der kurz mit dem heißen kochendem Wasser vor dem Überlaufen war.
Da ich im Auto unterwegs war, bin ich am Waldrand mit dem Auto stehen geblieben. Dann kam diese Emotion. WUT! Ich habe soooo laut geschrien und auf Lenkrad getrommelt. Es kam in einem Schwall hoch.
All meine Tränen, der ganze Kummer, diese Ungerechtigkeit, die Sorgen und Besorgnis, die Enttäuschung und dieses Gefühl des Verrates.
Manchmal sucht sich der Kummer einen Weg und wenn er die Wut dafür benutzt, um einfach gesehen werden zu wollen.
Wichtig ist den Gefühlen, die mit jeder Situation kommen, einen Raum zu geben.
Hey, dass muss jetzt nicht heißen, dass wenn dich im Meeting was stört, du deiner Wut freien lauf lässt und deine Kaffeetasse an die Wand wirst.
Wobei der Blick der verstörten Meeting Teilnehmer hier wohl unbezahlbar wäre.
Danach, nachdem diese Emotion ausgelebt werden durfte, ging es mir gut. Ich war ruhig und war bereit mich wieder neu auszurichten und weiter zu gehen.