Mittwoch, 11. Juli 2018

Haarsträubender Traumpartner oder eiskalte Realtität?



Das wöchentliche 8-Augen-Gespräch der Single Frauen 

Wir, 4 Damen, zum derzeitigen Zeitpunkt ist eine von uns liiert und die 3 anderen Single.
Unser Ritual ist, dass wir versuchen uns jede Woche einmal zu sehen und die Happy Hour der Cocktailbar unseres Vertrauens zu nutzen und unsere alltäglichen Probleme, Ansichten, Ängste, craziest Storys und die neusten News zu besprechen.

Unser heutiges Thema meine Damen und Herren ...

#2 Traummann vs. Realitätsmann

Was wollen wir Frauen denn wirklich von unserem Traummann und wie gehen wir mit unser "gespeicherten/gewünschten" Illusion um?

Da eine von uns jetzt in einer frischen Beziehung ist, haben wir uns natürlich die Frage gestellt, sind unsere Vorstellungen ergo Traummann, wirklich realitätsnah?
Und passen jetzt genau ihre Vorstellungen in Ihrer "frischen" Beziehung?
Welche Vorgaben und welche Wertevorstellungen haben uns geprägt und warum können wir mal eben diese Vorstellungen oder Vorgaben nicht einfach bei Seite legen?

Wir diskutieren, schlürfen unsere leckeren Happy Hour Cocktails und sprechen über die absolute Wunschvorstellung unseres jeweiligen Traummannes.


Traummann ja oder nein?
Dieses Wort allein lässt mir eine Gänsehaut über den Rücken jagen. 
Den Mädels versuche ich kurz meine Meinung zu schildern.
Kurz auf den Punkt gebracht:
Einen Traummann gibt es meiner Meinung nach nicht. 

Wir alle sind ja auch schließlich keine Traumfrauen. 
Meine Zweifel liegen einfach darin begründet, dass ich glaube, dass wir vorab und primär durch unsere männlichen Verwandten (hier natürlich hauptsächlich der Vater - wer ohne Vater aufgewachsen ist, hier die nächst näheren Verwandten/Freunde oder Bekannte) geprägt werden.

Meine lieben Damen, ob ihr es wollt oder nicht, das ist sogar wissenschaftlich durch Studien bestätigt, dass es uns in unserem Männerbild und auch in unserer Emanzipation prägt.

Macht der Gedanken!

Als eine von uns in die Runde einwirft, sie habe irgendwie immer den gleichen Typ Mann, ging die Fragerei in der Cocktail-Cosmopolitan-Runde los.

Ist es nicht so, dass wir genau so das nicht wollen und unsere gesamte Aufmerksamkeit darauf lenken, genau das ziehen wir an.

Oder immer wieder die gleiche Macke bei dem Typen - Zahnpasta Tube offen und Klodeckel oben etc. etc.

Wie viel wahres ist da wirklich dran?
Mit einer Freundin war ich der gleichen Meinung.
Solange wir uns selbst nicht über unsere "Männer- und Mackenmuster" einig sind, (wir reden jetzt nicht vom Aussehen, sondern von den Verhaltensweisen und verinnerlichten Grundsätzen), werden wir wohl oder übel immer zum gleichen Charaktertyp mit den gewissen Macken, welche wir am Anfang ja soooo niedlich finden, tendieren. 

Irgendwann wird das so niedliche dann nur noch nervtötend. 

Bedenkt doch bitte auch, dass Männer sowas genauso haben und bei uns Frauen genauso denken könnten und es auch tun, bringt hingegen eine von uns vier mit in die Reflektionsrunde.

Zum Beispiel: Erst finden sie die Lache der Angebeteten sooo niedlich und süß und irgendwann, hören sie die so vermeintliche süße Schweinchen Lache und sie sind sofort genervt. Also das gilt ja für beide Seiten.




Wir diskutierten, gingen in uns und fragten uns tatsächlich, was für Eigenschaften sollte der Traumtyp denn eigentlich mitbringen?
  • Humor
  • Männlichkeit
  • kein Ja-Sager
  • Handwerkliches Geschick sollte schon vorhanden (wir sollten ihm nicht erklären, wie ein Schlagbohrhammer funktioniert)
  • liebevoll
  • leidenschaftlich
  • verständnisvoll
  • kein Mama-Bübchen
  • fürsorglich
  • engagiert
  • sportlich
  • romantisch
  • sensibel
  • eigensinnig
  • und und und .... bla bla bla ... 
Die Erkenntnis ... 
Eine von uns fragte dann: "Meine Lieben, fällt euch was auf?"
Wir schauten uns alle fragend an. 
"Wie können wir etwas erwarten, wenn wir auch nicht bereit sind, gewisse Sachen selbst zu geben oder geschweige an uns zu arbeiten?" ging die Frage in die Runde.
Da war jetzt wirklich was wahres dran.

Wir kamen zum Entschluss: Es gibt nur den Realitätsmann. 
Die Illusion - Der Traummann - löste sich in Luft auf.

Doch wie können wir mit dem Realtitätsmann umgehen? 
Und wie nimmt der Realtitätsmann denn die Realtiätsfrau an und wahr?


Wir müssen doch einfach mal der Wahrheit ins Auge sehen. 
Kompromisse dürfen und können wir auch bei der Partnerwahl und nicht nur in der Beziehung schließen. 
Bin ich selbst für diese Kompromisse nicht bereit, ist mein Weg in eine aufrichtig liebende Beziehung noch nicht geebnet.

Wichtig wäre noch zu wissen, worauf man persönlich viel Wert legt. Also welche Eigenschaften oder Macken, darf er haben und welche nicht?
Da wir alle so unterschiedliche Persönlichkeiten sind, wird es das "Perfekte" doch nie geben. 
So wäre die Kompromissbereitschaft eindeutig geprüft und geerdet worden.


Für uns alle ist es doch wichtig, dass wir alle (wenn wir wollen ;-)) jemanden finden, der uns so akzeptiert wie wir sind, ohne irgendwelche Masken aufsetzen zu müssen. 

Einfach "ich bin ich" und "du bist du".




Das ist mitunter die schwerste Aufgabe in einer Partnerschaft, weil viele wirklich die Erfahrung machen mussten, dass sie nur gemocht oder geliebt werden, wenn sie dem gegenüber gefallen und nicht schwer zu handeln sind. Ergo, ich verbiege mich und bin nicht ich selbst, weil man vom Partner gemocht und geliebt werden will.

Hier ein guter Buchtipp:
Stefanie Stahl: 
Das Kind in dir muss Heimat finden: Der Schlüssel zur Lösung (fast) aller Probleme  (Link zum Buch)

Wir, unsere Mädelsrunde, sind zum dem Entschluss gekommen:

Realtitätsmann + Kompromissbereitschaft + gutes Selbstwertgefühl = gute und erfüllende Beziehung.

Bist du kompromissbereit und weißt, was du selbst an dir verändern kannst damit du deiner selbst willen gemocht und geliebt wirst?



1 Kommentare:

  1. Ich hab meinen Traummann gefunden und fühle für alle mit, die es noch nicht getan haben. Liebe und Gott sind wichtig. So führe ich ein erfülltes Leben.

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